Wie alles begann…
2020 hatten wir entschieden Berlin zu verlassen und etwas rauszuziehen. War dann doch weiter, als erst gedacht.
Gelandet sind wir dann 2021 in Wünsdorf. Die Bücher- und Bunkerstadt liegt 45 km südlich von Berlin. Unser Grundstück war ein absoluter Glücksgriff. Neben dem teuren Baugrundstück konnten wir noch sehr günstig ein kleines „Wald“stück direkt dahinter erwerben. Damit kommen wir auf 1055 m².

Es liegt direkt am bewirtschafteten Kiefernforst (wo die Arbeiter leider auch öfter vergessen, dass unser Grundstück nicht dazu gehört und Bäume fällen wollen) und ist damit in einer Übergangszone.
Übergänge sind besonders wertvoll, also von Wald zu Offenland, feucht zu trocken etc etc. Tiere können hier schneller in verschiedene Habitate wechseln.
Ich hatte großes Glück und schon früh von Naturgärten und dann auch vom Hortus Konzept gehört. Deswegen habe ich den sandigen Boden nicht mit der „guten“ Muttererde zugeschüttet. Denn ein magerer Boden bietet sehr viele Möglichkeiten und kann (mit den richtigen Pflanzen) eine große Artenvielfalt beherbergen.
2022 begann der Hausbau (da haben wir auch viel selbst gemacht) und zur Ablenkung haben wir auch angefangen den Garten anzulegen.
Da ich damals längere Zeit nicht arbeiten konnte, hatte ich viel Zeit zur Garten Recherche.
Ich wusste ich wollte
- einen Naturgarten
- mit Ertrag
- nach Hortus Konzept
- viele einheimische Pflanzen
- viele Naturmodule
- viele Orte, wo ich sehr nah / in der Natur sein kann
Ich habe wirklich sehr viele Bücher gelesen und auch in unserem Baublog sehr viel über den Prozess geschrieben (da sind einige Sachen dabei, die ich heute nicht mehr so machen würde oder dahinter stehe, aber da seht ihr den Prozess ;)).
„Tiere pflanzen“
Ich bin bei meiner Recherche dann auch auf Ulrike Aufderheide gestoßen und dem Konzept Tiere pflanzen, welches ich sehr motiviert betreibe, je nachdem pflanze ich dafür, dass bestimmte Tiere kommen, oder ich bestimme Tiere und pflanze dann, was diese Tiere brauchen.
Um das gut machen zu können muss ich natürlich wissen, wer sich so alles in meinem Garten rumtreibt. Dazu benutze ich vor allem iNaturalist.
Dort habe ich mittlerweile auch meinen Garten als Projekt angelegt und ihr könnt gucken, was ich alles so entdeckt habe.
Wie ihr Bestimmungs Apps benutzt, hab ich auf dem alten Blog schon mal erklärt.